Europameisterin nach 8,2 Kilometern im Kajak

- 25.06.2026
Mit komfortablem Vorsprung von mehr als anderthalb Minuten wurde Anja Adler (SV Halle) gestern im rumänischen Pitesti Europameisterin im Para Kanu-Marathon.
„Schöner kann ein Wettkampfplan nicht aufgehen“, freute sich die Athletin.
Seit der WM im letzten Jahr in Ungarn hat sie das Marathonfieber gepackt. Aus dem Ausdauersport als ehemalige Geherin kommend, freute sie sich sehr auf das Kajak-Rennen.
Die Zeit in Rumänien ist zwar vornehmlich als Trainingslager vor dem Weltcup in Kanada angelegt doch Adler sagte: „Als amtierende Weltmeisterin sind Erwartung und Wünsche da, somit auch eine gewisse Aufregung vor dem Start.“ Zur ersten Wende lag die 38-Jährige in Führung, die sie stetig ausbaute und so ihre Siegambitionen zeigte.
Die Strecke ging nicht wie im vergangenen Jahr über sechs, sondern über 8,2 Kilometer, kein Problem für Adler, die im Training sehr oft zehn und zwölf Kilometer fährt. So kam ihr die längere Distanz eher entgegen und sie fand zu einem sehr gutem Streckenschlag.
„Als ich zur letzten Wende meinen Vorsprung sah, waren die letzten 1.000 Meter nur noch Genuss, es war unglaublich schön und ein weiterer kleiner Traum ging in Erfüllung“, beschreibt die Hallenserin ihr Rennen.
Auf Rang zwei und drei platzierten sich die Spanierin Carlota Blanca und die Französin Agnes Legroux. Am Freitag startet Adler nochmals auf der langen Strecke, dann im Váa (VL3).
Sehr schön ist, dass Mannschaftskamerad Maik Polte (Váa, VL3) seine erste internationale Medaille holte. Er fuhr hinter dem Italiener Mirko Nicoli und dem Spanier Javier Reja zu Bronze. Groß war darüber natürlich auch die Freude bei der gemeinsamen Trainerin Ognyana Dusheva.
Sehr viel Unterstützung vor Ort leistet die Cottbusser Crew für die startenden Para Kanuten. Für ihr Team startend belegte die Hallenserin Johanna Pflügner Platz vier im KL2.
Für Adler geht es nach einer kurzen Atempause gleich weiter zum Weltcup nach Montreal (Kanada) vom 9. bis 12. Juli und den Finals in Hannover vom 23. bis 27. Juli.
Text:Annette Lippstreu
Bild: Wiebke Pontzen






