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Wasserball: SV Halle blickt auf schwierige Saison zurück – Derbysieg und Pokalauftritte
setzen Lichtblicke

Wasserballer mit SV Halle Badekappen.

Mit dem neunten und letzten Tabellenplatz endet für die Wasserballer des SV Halle eine Saison, die
vor allem von Rückschlägen, knappen Niederlagen und verpassten Chancen geprägt war. Die Bilanz
von zwei Siegen bei 14 Niederlagen spricht eine deutliche Sprache. Positiv bleibt jedoch: Ein
Abstieg droht nicht, sodass die Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit in der Wasserball-
Liga Ost antreten wird.


Dabei begann die Saison bereits mit schwierigen Aufgaben. Zum Auftakt setzte es beim späteren
Meister aus Brandenburg eine 13:19 Niederlage. Trotz des Ergebnisses zeigte die Mannschaft dort
phasenweise bereits gute Ansätze gegen das am Ende dominierende Team der Liga. Auch in
Zwickau blieb der SV Halle zunächst ohne Punkte.
Kurz vor der Weihnachtspause schien die Entwicklung jedoch in die richtige Richtung zu gehen.
Die Mannschaft wirkte zunehmend eingespielt, die Abläufe wurden sicherer und die Leistungen
stabiler. Belohnt wurde dies mit einem 15:12-Auswärtssieg in Dresden. Dieser Erfolg bedeutete
nicht nur die ersten wichtigen Punkte, sondern auch das vorläufige Verlassen der letzten Plätze.
Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde erhielt jedoch schnell einen Dämpfer. Besonders
schmerzhaft waren die Heimniederlagen gegen Neukölln (15:19) und Erfurt (17:20). In beiden
Partien hielt Halle lange Zeit mit, ehe die Spiele erst im letzten Abschnitt aus der Hand gegeben
wurden. Während die Offensive durchaus überzeugen konnte, offenbarte sich vor allem in der
Defensive Nachholbedarf. Zu häufig gelang es nicht, gegnerische Angriffe konsequent zu
unterbinden oder entscheidende Situationen für sich zu entscheiden.


Für einen der Höhepunkte der Saison sorgte anschließend das Derby gegen Magdeburg. Vor
heimischer Kulisse setzte sich der SV Halle mit 20:18 durch und feierte damit einen Erfolg, der der
Mannschaft seit Jahren nicht mehr gelungen war. Der Derbysieg war zugleich Ausdruck des
Potenzials, das im Team steckt, wenn Leistung, Einsatzbereitschaft und Konzentration
zusammenkommen.
Auch im Pokal wusste die Mannschaft zu überzeugen. Gegen Chemnitz gelang ein weiterer Erfolg,
und über mehrere Wochen präsentierte sich das Team deutlich gefestigter als noch zu Saisonbeginn.
Doch die positiven Entwicklungen konnten nicht dauerhaft fortgesetzt werden. Es folgten weitere
Niederlagen, unter anderem in Wedding sowie gegen Zwickau in der Liga.
Zum emotionalen Tiefpunkt wurde schließlich das Heimspiel gegen Dresden. Nach einer
umkämpften Partie musste Halle drei Sekunden vor dem Schlusspfiff das entscheidende Gegentor
zum 11:12 hinnehmen. „Dieses Spiel war einfach ein Vollbruch. Anders kann ich es nicht
beschreiben“, sagt Kapitän und Torwart Fritz Felker rückblickend. „So ein Gegentor kurz vor
Schluss ist ein unfassbarer Nackenschlag.“
Umso bemerkenswerter war die Reaktion der Mannschaft. Nur eine Woche später traf Halle im
Pokal erneut auf Zwickau – jenes Team, gegen das zuvor deutlich verloren worden war. Diesmal
zeigte der SV Halle eines seiner besten Spiele der Saison. Lange lag die Mannschaft in Führung,
kämpfte sich durch die gesamte Partie und zwang den Favoriten schließlich ins Fünf-Meter-Werfen.
Erst dort endete der Traum vom Halbfinaleinzug. „Dieses Spiel hat gezeigt, welches Potenzial in
unserer Mannschaft steckt. Wir haben es in dieser Saison nur viel zu selten abgerufen“, so Halles
Kapitän.


Die letzten Wochen der Spielzeit brachten jedoch weitere Enttäuschungen. Das Rückspiel gegen
Magdeburg ging mit 12:16 verloren, und auch der Saisonabschluss in Erfurt verlief nicht nach
Wunsch. Nach einer deutlichen 11:22-Niederlage blieb am Ende vor allem Ernüchterung zurück.
Trotz aller Rückschläge nimmt die Mannschaft wichtige Erkenntnisse aus dieser Spielzeit mit. Die
knappen Niederlagen gegen direkte Konkurrenten, der Derbysieg gegen Magdeburg sowie die
starken Pokalauftritte zeigen, dass die Leistungsfähigkeit grundsätzlich vorhanden ist. Gleichzeitig
machte die Saison deutlich, dass Konstanz, defensive Stabilität und Konsequenz über die gesamte
Spielzeit hinweg entscheidende Faktoren sind.


Für den SV Halle gilt es nun, die Saison aufzuarbeiten, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den
Blick nach vorn zu richten. Die Mannschaft wird die Sommerpause nutzen, um sich neu
aufzustellen und die Grundlagen für eine erfolgreichere Spielzeit zu schaffen. Das Ziel ist klar: In
der kommenden Saison soll das vorhandene Potenzial deutlich häufiger sichtbar werden als in den
vergangenen Monaten.

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